Halle Saale - Seniorenvertretung der Stadt Halle (Saale) e. V.

 

Seit Gründung im Jahr 1995 verbindet die Seniorenvertretung der Stadt Halle e.V. über 30 in der Seniorenarbeit tätige Vereine, Wohlfahrtsverbände, Organisationen und freie Interessenverbände als Dachverband. Dabei verfolgt der überparteilich, überkonfessionell und gemeinnützig arbeitende Verein das Ziel der Vertretung der Interessen der älteren Bürgerschaft in der Öffentlichkeit, gegenüber der Stadtverwaltung der Stadt Halle und dem Stadtrat und arbeitet dafür eng mit der Seniorenbeauftragten zusammen. Die Seniorenvertretung verfügt über eine eigene Geschäftsstelle.

 

Gewählt wird der Seniorenrat mit 15 Mitgliedern alle vier Jahre aus Delegierten der Mitgliedsorganisationen, der dann den satzungsgemäßen Vorstand wählt. Der Vorstand lädt zu den monatlichen Sitzungen VertreterInnen wichtiger Akteure der Stadtgesellschaft ein oder besucht öffentliche Einrichtungen und Wohnungsunternehmen, um über anstehende Pläne, die SeniorInnen betreffen, zu sprechen. So bestehen gute Kontakte zu den Beigeordneten der Geschäftsbereiche Bildung und Soziales, Stadtentwicklung und Umwelt sowie Sport und Kultur der Stadt Halle ebenso wie zum/r Beauftragten für Migration und Integration und anderen Verwaltungsbereichen. Regelmäßig werden auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen zu informativen Gesprächen in den Seniorenrat eingeladen.

 

Darüber hinaus werden Themen der Zeit aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen zu offenen Gesprächsrunden eingeladen, sei es in zur Prävention im Bereich Sicherheit in Zusammenarbeit mit dem Direktionsbüro Prävention der Polizeiinspektion Halle oder der Vorbereitung von Wahlen. beispielsweise zum Wahlforum in den Humanistischen Regionalverband Halle-Saalkreis e.V.

 

Die Arbeitsgruppen Gesundheit im Alter, Wohnen im Alter, und Renten widmen sich wichtigen Lebensbereichen. Im Rahmen der Tätigkeit der AG Gesundheit werden Pflegeheime, Wohngemeinschaften und Tagespflegen besucht. Außerdem bestehen gute Kontakte zum Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Universitätsklinik Halle und dem Dorothea-Erxleben-Lernzentrum Halle/SkillsLab.

 

Ein reger Austausch begleitet auch verschiedene Projekte u.a. mit dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der MLU, der Medizinischen Fakultät OvGU/Institut für Sozialmedizin & Gesundheitssystemforschung oder dem Forschungsverbund Autonomie im Alter. Auch zur Berufsbildenden Schule V für Gesundheit, Körperpflege und Sozialpädagogik, wo künftige Pflegefachleute ausgebildet werden, wird regelmäßig Kontakt gehalten.

 

Die Arbeitsgruppe Renten, deren Inhalt über unser Bundesland hinausgeht, ist außerordentlich aktiv und mittlerweile mehrfach durch Berichte in Zeitungen und dem MDR weithin bekannt geworden. Mitglieder nehmen regelmäßig am „Runden Tisch der Berufs- und Personengruppen der DDR“ mit Tagungsort in Leipzig teil bzw. wenden sich an Bundes-und Landespolitiker und an die maßgeblichen Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD sowie an Bundesministerinnen/Bundesminister und  an Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

 

Um die Wohnsituation der älteren Bürgerschaft Halles kümmert sich die Arbeitsgruppe Wohnen bei Besuchen der unterschiedlichen Wohnungsunternehmen bei Vor-Ort-Besichtigungen bzw. der jeweiligen Geschäftsführung. Zusätzlich wird intensiv auf das Thema Wohnumfeld und den Erhalt der Begegnungsstätten geachtet.

 

Die Seniorenvertretung ist aktives Mitglied des HAVAG-Fahrgastbeirates, des Präventionsrates und des Engagementbeirates. Ebenso ist sie Mitglied in der Landesseniorenvertretung Sachsen-Anhalt und dort auch im erweiterten Vorstand tätig. Sie nimmt darüber hinaus an Veranstaltungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) teil.

Eine besondere Initiative ist das „Zertifikat für Seniorenfreundlichen Service“ für Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen, die sich auf die speziellen Belange der Senioren und Seniorinnen einstellen. Dazu gehören neben dem Einzelhandel auch Apotheken, Sparkassen, Wohnungsunternehmen und Kultureinrichtungen.

 

Als Ziele der Arbeit der Seniorenvertretung Halle e.V. stehen im Vordergrund

 

  • Voraussetzungen schaffen, um eine gute Durchmischung der Bevölkerungsstruktur in den Wohnquartieren sowohl der sozialen Schichten als auch des Alters zu erhalten bzw. zu erreichen
  • Kurze Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, ärztlicher Versorgung und öffentlichem Nahverkehr, gute Begehbarkeit von Fußwegen in den Stadtteilen
  • Erhalt bzw. Schaffung von Begegnungsstätten und Kulturangeboten zur Verminderung von Einsamkeit vor allem im Alter, Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten
  • Sichtbare Präsenz von Ordnungskräften für ein gutes Sicherheitsgefühl und Sauberkeit in den Wohngebieten, ausreichende Straßenbeleuchtung und Sitzplätze

 

  • Eine der Bevölkerungsstruktur angepasste Entwicklung von Pflegeplätzen
  • Verbesserung der Qualität der Pflege in Pflegeeinrichtungen und Tagespflegen
  • Einfacher Zugang zu Informationen über unterstützende Hilfen für pflegende Angehörige
  • Netzwerk für Hilfen bei eingeschränkter Hör- und Sehfähigkeit im Alter
  • Gute und für alle erreichbare Palliativversorgung unheilbar erkrankter Menschen

 

  • Der Bedrohung von Senioren und Seniorinnen durch Altersarmut entgegenwirken, für Rentengerechtigkeit eintreten
  • Niedrigschwellige Beratungsangebote für unterstützenden Hilfen bei Altersarmut fördern, Informationen darüber niedrigschwellig auch direkt in Wohngebiete bringen um Zugang zu erleichtern

 

Webseite der Seniorenvertretung Halle: https://seniorenrathalle.de/